Autor Thema: Dateisystem ext4 macht Fortschritte  (Gelesen 1292 mal)

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Dateisystem ext4 macht Fortschritte
« am: 1.Juli 2008, 20:56:19 »
Zitat
Das auf der Basis von ext3 entwickelte Dateisystem ext4 n?hert sich allm?hlich der Fertigstellung.

Der ma?gebliche Entwickler von ext4, FSF-Preistr?ger Theodore Ts'o, hat nun nach eigenen Angaben sein Notebook auf das neue Dateisystem umgestellt, um es unter realistischen Bedingungen zu testen. Der Entwickler ist sich dar?ber im Klaren, dass dabei noch schwerwiegende Fehler auftreten k?nnten, und will daher h?ufiger Backups durchf?hren. Bisher entdeckte er jedoch nur einen, recht harmlosen Fehler.

ext4 wurde bereits einigen Tests unterzogen und d?rfte noch in diesem Jahr die Produktionsreife erreichen. Ts'o verwendet f?r seinen Test den aktuellsten Stand von ext4, neuer als der in Kernel 2.6.26 (nur zum Experimentieren) enthaltene Stand. Die von Ts'o verwendeten Patches sollen in Linux 2.6.27 integriert werden und den Beginn von stark ausgeweiteten Tests markieren. Bis dahin ist sich Ts'o sicher, dass keine gro?en Fehler mehr verbleiben und das Dateisystem Anwendern mit Pioniergeist f?r den produktiven Einsatz empfohlen werden kann.

Die Entwicklung von ext4 begann 2006, als klar wurde, dass die maximale Kapazit?t von 2 bis 8 TB (je nach Blockgr??e) bei ext3 allm?hlich ungen?gend wurde. Ferner ist bei Dateisystemen dieser Gr??enordnung die Zeit f?r das Formatieren und den in gewissen Abst?nden f?lligen Dateisystem-Check untragbar lang. Statt in das bew?hrte ext3 einzugreifen, fiel schlie?lich die Entscheidung, mit ext4 einen auf ext3 aufbauenden Nachfolger zu entwickeln. Seit Linux 2.6.19 ist eine Testversion des Dateisystems im Kernel enthalten.

ext4 wird in der initialen Version haupts?chlich Verbesserungen in Geschwindigkeit und Skalierbarkeit gegen?ber ext3 bringen. Dazu geh?ren ein auf Extents beruhendes Format auf der Festplatte, 48-Bit-Blocknummern, Allokierung von mehreren Bl?cken in einem Schritt, mehr als 32000 Unterverzeichnisse pro Verzeichnis, Reservierung von Verzeichnis-Inodes, Zeitstempel mit Nanosekunden-Aufl?sung, Inode-Versionen, Pr?fsummen f?r das Journal und persistente Pr?allokation. Aufgrund der Kompatibilit?t kann man ext3-Dateisysteme in ext4 umwandeln, ohne ein Backup mit R?cksicherung vornehmen zu m?ssen.

Information: tytso.livejournal.com


Quelle: http://www.pro-linux.de/news/2008/12875.html