Autor Thema: Kombination von GPL und propriet?rer Software in Mobilger?ten  (Gelesen 710 mal)

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Offline Skipper

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Zitat
   Bruce Perens hat in einem Artikel eine ?bersicht und Hinweise zur Kombination von freier und propriet?rer Software in eingebetteten Ger?ten pr?sentiert.

Die Aussagen von Perens beziehen sich haupts?chlich auf eingebettete Systeme. In zahllosen eingebetteten Systemen ist Linux im Einsatz, und alle Hersteller, die Linux in ihren Ger?ten an die Kunden weitergeben, sind verpflichtet, das unter den Bedingungen der GPL zu tun. Oft enthalten diese Systeme zus?tzliche propriet?re Software. Perens will mit seinem Artikel Ratschl?ge geben, wie man dies rechtlich einwandfrei handhabt.

Es ist bekannt, dass es immer wieder zu Copyright-Verletzungen im Zusammenhang mit dem Einsatz von Linux kam. Meist entstehen diese Probleme laut Perens bereits bei den Zulieferern, wo sich die Entwickler wenig Gedanken um die Bedingungen der GPL machen und ihren Kunden keine Informationen ?ber die Lizenzbedingungen geben.

Perens fordert daher eine bessere Zusammenarbeit zwischen Entwicklern und Rechtsabteilungen. Dabei muss sich die Rechtsabteilung im Klaren sein, dass die Entwickler oft unter gro?em Zeitdruck stehen, und ihre Beratung daher schnell sein muss. Die Betrachtung der Software unter rechtlichen Gesichtspunkten soll fr?h im Entwicklungsprozess stattfinden, wenn die Kosten f?r ?nderungen noch gering sind.

Nicht jede Software kann oder soll unter freien Lizenzen ver?ffentlicht werden. Laut Perens gibt es zwei Gr?nde, warum Software geschlossen bleibt: Wenn diese Software einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellt, oder wenn man nicht Eigent?mer der Software ist. Perens zeigt sich ?berrascht, dass beispielsweise der GSM-Stack der Mobilfunkanbieter durchweg propriet?r ist, obwohl er bei allen die gleiche Funktionalit?t aufweist. Hier wurden Milliarden f?r eine unn?tige vielfache Parallelentwicklung ausgegeben, so Perens.

Der eindeutige Trend sei aber, solche nicht gesch?ftskritische Software in offene Projekte auszulagern, um sich die Entwicklungskosten zu teilen, wie bei Android oder Symbian. Daher sei der n?chste logische Schritt, auch den GSM-Stack zu einem freien Projekt zu machen. Was an unfreier Software bleibt, ist solche, die aus Gesch?ftsgr?nden oder wegen gesetzlicher Vorschriften geschlossen bleiben muss. Es gibt nun verschiedene M?glichkeiten, diese mit freier Software, die unter der GPL steht, zu kombinieren. Beispielsweise kann die unfreie Software auf einem separaten Prozessor laufen, was mit dem GSM-Stack oft so gehandhabt wird. Kein Problem gibt es mit Anwendungen, die als normale Prozesse laufen. Diese sind von der Kernel-Lizenz nicht ber?hrt. Eine weitere, momentan eher noch theoretische Alternative w?re die Ausf?hrung eines propriet?ren Systems in einer virtuellen Maschine.

Perens r?t davon ab, propriet?re Kernel-Module zu verwenden, da deren rechtlicher Status zweifelhaft sei. Die Hersteller sollten auch nicht versuchen, Schlupfl?cher in den freien Lizenzen zu finden und f?r ihre Zwecke auszunutzen. Dies w?rde zumindest ein schlechtes Licht auf den Hersteller werfen.

Information: itmanagement.earthweb.com


Quelle: pro-linux


Skipper
« Letzte Änderung: 11.Februar 2009, 19:32:28 von Skipper »
Wer fragt, ist ein Narr für fünf Minuten. Wer nicht fragt, bleibt für immer ein Narr! (Chinesisches Sprichwort )