Autor Thema: NFS Server einrichten  (Gelesen 1936 mal)

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Offline bloedie

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NFS Server einrichten
« am: 23.Oktober 2005, 22:16:14 »
Hi Folks.

Eine liebe Freundin fragte mich heute wie sie mit einem Linuxrechner auf einen
anderen Linuxrechner zugreifen kann.

Dazu braucht man einen NFS-Server. Mit NFS zeigt dein Rechner praktisch Verzeichnisse
auf Deinem Rechner so an als ob sie auf deinem eigenen Rechner liegen w?rden.

Bei vielen Distributionen ist der NFS Server standard, bei Ubuntu leider nicht.  >:(
Um den NFS Server zu installieren ben?tigst Du das nfs-kernel-server Paket
und das Paket portmap die man ?ber Synaptic installieren kann.

Nach der Installtion des nfs-kernel-server und portmap Pakets m?ssen wir  nun noch ein Verzeichniss
anlegen das exportiert werden. Dazu muss auf der shell folgendes eingeben werden.

sudo mkdir /nfs
sudo chown root:users /nfs
sudo chmod 777 /nfs

Anschliessend m?ssen wir dem nfs Server mitteilen welches Verzeichnis
wir freigeben wollen. Daszu editieren wir die Datei /etc/exports und geben auf
der shell foglendes ein.


sudo gedit /etc/exports

In die Datei wird nun pro Zeile ein Verzeichnis freigegeben und als Option welcher Rechner darauf mit
welchem Zugriffsrecht Zugriff haben soll. In unserem Beispiel h?tten alle Rechner deren IP-adresse mit
192.168.1. beginnen also von 192.168.1.1 bis 192.168.1.254 den Zugriff auf den nfs server.
Das h?rt sich jetzt kompliziert an, ist es aber nicht.

Beispiel:
/nfs 192.168.1.*(rw,sync,no_root_squash)

Der erste Eintrag legt das Verzeichnis fest, was natr?lich auch eine ganze Partition sein kann.
Der zweite Eintrag besteht aus dem Adressbereich, was aber auch ein einzelner Rechner (z.B. 192.168.1.7)
sein kann.

In den Klammern stehen die Optionen rw=read write (lesen + schreiben) sync =syncronisation und
bedeutet das der Server Anfragen der Reihenfolge abarbeitet. Als Option w?re auch noch ro = read only (nur lesen)
und async = asyncron d.h. der Server arbeitet alle Anfragen ab bevor er eine Best?tigung bekommt das
die Daten geschreiben wurden. Das ist zwar wesentlich schneller , ist aber auch unsicherer, da es zu
Datenverlusten kommen kann.
Die Option no_root_squash macht es m?glich als root vollen Zugriff auf alle Dateien zu erhalten.


Auf der Client Seite muss nun die NFS-Freigabe eingeh?ngt also gemountet werden.
Dazu ben?tigen wir noch ein Verzeichnis.

sudo mkdir /nfs
sudo chown root:users /nfs
sudo chmod 777 /nfs

Gemountet (eingeh?ngt) wird das freigegebene Verzeichnis entweder auf der
shell mit

mount 192.168.1.1:/nfs /nfs

oder als Eintrag in der /etc/fstab mit
192.168.1.1:/nfs          /nfs  nfs   auto,rsize=8192,wsize=8192

Tip:
Darauf achten das in der fstab nicht mehr als eine Leerzeile nach dem letzten Eintrag
ist, bzw. das wirklich eine Leerzeile vorhanden ist.

So und nun viel Spass.

Cu.
Bloedie


Ps.: Dieses Howto ist wirklich nur f?r ein kleines Netzwerk bis max. 3-4 Benutzern ratsam.
Dar?ber hinaus sollte entweder NIS (Network Information Service) oder ein
LDAP (Lightweight Directory Access Protocoll)  Server aufgesetzt werden.



Fragen oder Anregungen hierzu bitte hier:
http://www.linux-beginnerforum.de/smf/index.php?board=51.0
« Letzte Änderung: 19.Februar 2006, 09:30:56 von bloedie »
Meine Rechtschreibfehler sind gewollt und wer sie findet darf sie gerne behalten.
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