Autor Thema: OpenSuse 11.3 ver?ffentlicht  (Gelesen 1071 mal)

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OpenSuse 11.3 ver?ffentlicht
« am: 15.Juli 2010, 15:20:05 »
Zitat
OpenSuse 11.3 bringt gegen?ber OpenSuse 11.2 nach Angaben der Entwickler zahlreiche Neuerungen sowie Aktualisierungen von ?ber eintausend Desktop-Anwendungen. Es enth?lt Gnome 2.30.1 und KDE KDE SC 4.4.4. In Gnome wurde Beagle durch Tracker als Standard-Datei-Indexer ersetzt. Ferner erm?glicht die Umgebung einen direkten Zugriff auf iPhone- und iPod-Ger?te vom Nautilus aus. Dar?ber hinaus wurde der alte Gnome 1.x-Stack aus OpenSuse entfernt. KDE unterst?tzt dagegen die Installation von fehlenden Codecs und beinhaltet standardm??ig die Synaptiks Touchpad-Konfiguration. Eine weitere ?nderung der KDE-Umgebung gegen?ber dem Original ist ein verbessertes Oxygen-molecule GTK-Theme, das eine bessere Integration von GTK-Applikationen im Plasma-Desktop verspricht.
Neu hinzugekommen in OpenSuse 11.3 ist auch das Lightweight X11 Desktop Environment ?LXDE?, das jetzt auch in der OpenSuse-Desktopauswahl auftaucht. Mit von der Partie ist auch eine Vorschau auf Gnome 3.0. Komplettiert wird die Auswahl durch Mozilla Firefox 3.6.6, Rosegarden 10.04 und OpenOffice.org 3.2.1. Zudem ist Kernel Mode Setting f?r Intel-, AMD- und Nvidia-Chips aktiviert, und die freien Treiber radeon bzw. Nouveau sind die Standardtreiber f?r die Grafikchips.

Als eine der wichtigsten Neuerungen wird vom Hersteller die verbesserte Unterst?tzung f?r Netbooks angegeben. So sollen Anwender nicht nur von einer verbesserten Unterst?tzung der Hardware, sondern auch von direkten Anpassungen profitieren. Mit dem Plasma Netbook Workspace in KDE verspricht OpenSuse den Zugriff auf Anwendungen auf einem ?schnellen und sch?nen Wege?. Ferner implementiert OpenSuse 11.3 die ma?geblich von Intel und Nokia entwickelte MeeGo-Oberfl?che.
?hnlich wie andere Distributoren setzt nun auch Novell auf die Datenspeicherung in der Cloud. Mit der Einbindung von SpiderOak bietet der Hersteller allen Anwendern 2 GB Speicher f?r Daten- oder Dokumentenspeicherung auf einem Server an. Die L?sung erm?glicht den Zugriff auf Daten von allen unterst?tzten Plattformen und bietet neben einer Versionsverwaltung auch eine Verschl?sselung an. Hinzuzuf?gen w?re allerdings, dass SpiderOak keine L?sung von Novell darstellt und nicht frei ist, weshalb sie nur auf der non-OSS Add-On-DVD zu finden ist.

Erstmals unterst?tzt OpenSuse direkt im Installer das neue Btrfs-Dateisystem. Um m?gliche Datenverluste zu vermeiden, warnt der Hersteller allerdings bei der Auswahl von Btrfs vor dem noch experimentellen Charakter des Dateisystems. Ferner ist es notwendig, eine spezielle Boot-Partition anzulegen, da das Dateisystem nicht direkt vom Bootloader geladen werden kann.
Zu den weiteren Neuerungen der aktuellen Version geh?ren ferner Verbesserungen der Paketverwaltung. So kann Zypper nun PackageKit unterbrechen, falls dieses im Hintergrund l?uft. Da nicht beide Programme gleichzeitig auf die Paketdatenbank zugreifen k?nnen, war es f?r die Benutzer ein ?rgernis, von zypper eine Fehlermeldung zu erhalten, wenn PackageKit im Hintergrund gestartet war. In der neuen Version kann das Problem nur noch auftreten, wenn PackageKit tats?chlich besch?ftigt ist. Ferner wurde dem Tool eine bessere Fehlerbehandlung und eine Download-Option f?r die Optionen ?in?, ?up?, ?dup?, ?ve? und ?patch? spendiert. Eine weitere Neuerung der Paketverwaltung stellt die M?glichkeit dar, Abh?ngigkeiten, die nur von einer einzelnen Anwendung genutzt werden, optional bei der Deinstallation der betroffenen Anwendung ebenfalls zu deinstallieren.

Die Entwickler aktualisierten einen gro?en Teil der in OpenSuse enthaltenen Programme, was zur Folge hat, dass viele Funktionen verbessert wurden. So unterst?tzt Yast nun LUKS-Volume-Passw?rter f?r verschl?sselte Swap-Partitionen, ssh zeigt bei allen relevanten T?tigkeiten einen visualisierten Fingerabdruck an und vixie-cron wurde durch cronie ersetzt, dessen Entwicklung lebendiger wirkt. Das Power-Management-Werkzeug pm-utils liegt in Version 1.3.0 bei, nutzt udisks/upower und ist von der HardwareAbstraktionsschicht HAL unabh?ngig.

OpenSUSE 11.3 ist als DVD-Image, KDE-Live-CD und Gnome-Live-CD f?r 32- und 64-Bit-Architekturen sowie als Netzwerkinstallation verf?gbar. Bei den Images handelt es sich um Hybrid-Images, welche sich zum einen auf DVDs oder CDs brennen, zum anderen einfach mittels dd unkompliziert auf USB-Medien ?bertragen lassen. Die mit OpenSuse 11.2 eingef?hrten Ver?ffentlichungs- und Support-Zeitr?ume sollen nun auch in der aktuellen Version beibehalten werden. Die Distribution zu festen Terminen alle acht Monate erscheinen und 18 Monate mit Sicherheits- und anderen wichtigen Updates versorgt werden. Ein ausf?hrlicher Test des Produktes wird in K?rze folgen.


Quelle: Pro-Linux